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Nachbarkrieg gibts auch in Sibirien!
Als wir in unserem Homestay-Hostel angekommen sind, hatten Arbeiter gerade begonnen, eine Mauer zu errichten. Diese Mauer sollte das Areal unserer Gastfamilie, welche das Haus gerade erst gekauft hatten, vom Kinderspielplatz abgrenzen. Die Maenner benoetigten ganze 4 Tage bis sie eine art Holzverschalung errichtet hatten, die etwa einen Meter hoch und ca. 15 Meter lang war! Spaet am Abend fuellten sie schlussendlich den Beton ein, welcher die lausige Verschalung bauchig auseinanderdrueckte. Ob dies wohl haelt?
Kaum waren die Arbeiter verschwunden kreuzten 3 andere Maenner auf welche bekannen, die Verschalung zu entfernen und die natuerlich noch nicht erhaertete Mauer stellenweise abzureissen! Als wir sahen, dass unsere Gastmutter Fotos machte und die Tochter herumtelefonierte, worauf die Polizei kam (um halb 12 Uhr Nachts!), stellten wir die wildesten Theorien ueber die Mauer auf. Am naechsten Morgen dann erzaehlte uns Katja wie es wirklich war:
Um ihren Besitz abzugrenzen liess unsere Gastfamilie die Mauer errichten. Der Nachbar der an der Engelstrasse 4 wohnt, fand das wohl eine schlechte Idee, weil der Platz nun nicht mehr als Parkplatz fuer allfaellige Gaeste fuer Nummer 4 benutzt werden konnte. Der Polizei sagte er, dass er der Meinung war, dass das Gelaende zur Engelstrasse Nummer 4 gehoert und nicht zur Nummer 2! ...was natuerlich nicht so war! Das Beste bei der ganzen Sache: Tatjana, unsere Gastmutter, ist eine Reisevermittlungsagentin. Sie fragte den Frevler: "Ihnen gehoert doch ein Hotel an der Ostsee?" Als sich der Nachbar wunderte, wieso sie das weiss, nannte sie ihren Namen und nun wusste er, dass sie ihm immer viele Gaeste fuer sein Hotel vermittelt hatte.... Nun, ob das auch in Zukunft so sein wird, ist wohl nicht so sicher! Jedenfalls haben wir erkannt dass die Werte "Dein und mein" nicht so ernst genommen werden in Russland....
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