Freitag, 30. Juli 2010
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Cañon del Colca PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Szandra   
Samstag, 29. September 2007

Wir bewegen uns weiter Richtung Süden und buchen eine Tour in den tiefsten Canyon der Welt. Es scheint auch der staubigste zu sein... (Hier der Link auf Wikipedia)

Die Tour dauert 3 Tage. Am ersten Tag nehmen wir in einem Bus platz, welcher uns nach Cabanaconde bringt. Eigentlich wäre der Bus voll, doch es drängen sich mit der Zeit mehr und mehr Locals hinein. Bauern, Arbeiter, Marktfrauen... dementsprechend riecht es auch und es braucht recht viel Geduld und ich wundere mich, wieso die traditionell gekleidete Dame neben mir nicht noch auf meinen Schoss hocken will....

Nach dem Mittagessen laufen wir unserem Guide nach und steigen ins tiefe Tal hinab. Trotz Bauchkrämpfen (schon wieder...) benötigen wir nur etwa 2 Stunden, bis wir zuunterst die Brücke überqueren, eine weitere bis wir zum kleinen Dorf raufgeklettert sind, wo wir übernachten. Die Gruppe nach uns brauchte knapp 2 Stunden mehr...

Am Abend findet im Schulhaus des Dorfes ein kleines Fest für die Schüler statt. Luz, unsere Führerin, schleppt uns dorthin mit, so dass ich sogar 2 mal von einem kleinen Schulmädchen zum Tanzen "gezwungen" werde! Basil bleibt diesmal verschont, dafür wurde ihm Selbstgebranntes Gebräu unbekannten Ursprungs angeboten, doch er hat dankend abgelehnt.
Am nächsten Morgen gehts früh wieder hinab ins Tal, in eine art Oase wo wir die Gelegenheit haben, uns in einem Pool zu erfrischen. Bevor wir wieder hinaufklettern müssen, gibts eine Portion Spaghetti und wir treffen auf Jasmin und Christian. Die beiden haben zufälligerweise genau einen Tag vor uns geheiratet! :-)

Den Aufstieg würde eigentlich 3 Stunden dauern... Basil hat es in 2 Stunden geschafft und Luz und ich waren eine halbe Stunde später oben. Am Abend findet wieder eine Fete im Dorf wo wir übernachten statt. Luz nimmt uns wieder mit so dass wir alle mit 2 Einheimischen in voller Tracht mittanzen dürfen/müssen bis uns vom im Kreis tanzen fast schlecht wird. Danach wird uns selbstgebrautes Chichabier (Mais gekocht, Saft ein paar Tage stehen gelassen) angeboten, welches wir trinken müssen. (Airag schmeckt besser!)

Am nächsten Morgen fahren wir zum Cruz del Condor, wo wir lange bleiben dürfen und mehreren Kondoren (Link Wikipedia) beim Thermikfliegen zuschauen können. Danach gehts weiter, wir machen einen Stopp in einer fast kochenden Thermalquelle und kommen am Abend wieder in Arequipa an.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 29. Oktober 2007 )
 
Sillustani PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Szandra   
Samstag, 29. September 2007

Basil wollte wieder mal "Steinhaufen" ansehen, so machten wir einen Ausflug zu den alten Gräbern, die aus der Inka- und Präinkazeit stammen. Die Architektur war sehr interessant, aber noch beeindruckender war die Aussicht auf den umliegenden See! Es hat sich also doch noch gelohnt...

 
Puno / Taquile PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Szandra   
Samstag, 29. September 2007

Mit dem Zug fahren wir nach Puno am Titicacasee. Dies ist bekanntlich der höchstgelegene schiffbare See der Welt, ergo muss auch die Eisenbahn bis über 4000 M.ü.M. klettern. Die Landschaft ist atemberaubend (die Höhe auch!), Lamaherden weiden auf den Ebenen, Menschen wohnen in einfachsten Verhältnissen. In Puno lässt sich locker ein tolles Hotel finden, da man sie manchmal über 50% Rabatt auf den angeschriebenen Preis bekommt. Unser erstes Abendessen in der Stadt war etwas "experimentell", da Basil doch nicht so gut Spanisch kann ;-) um jegliche Innereien einer Kuh auf spanisch zu kennen.....
Eine Schiffahrt durfte natuerlich auch nicht fehlen, und wir machten eine kurze geführte Tour auf dem weniger touiristischen Teil von Taquile (die Locals konnten "Tequila" nicht aussprechen, darum heisst sie heute so). Zudem machten wir mit den Uros, den Bewohnern der Schilfinseln bekanntschaft. Glücklicherweise gehörte auch hier eine weniger touristische Variante zum Programm und wir durften die Leute dort gratis (!!!!) fotografieren!
p.s. Salsatanzen auf 3800 M.ü.M ist anstrengend, oder waren es die Wanderschuhe?

Hier noch interessante Links auf Wikipedia: Titicacasee, Taquile, die Schilfinseln der Uros

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 29. Oktober 2007 )
 
Reise in den Urwald PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Szandra   
Montag, 17. September 2007

Am Sonntag morgen frueh werden wir von Rosbert, unserem Guide, abgeholt und zu unserem Gefahert gebracht. Darin warten schon Fahrer und Koch auf uns. Bevor wir abfahren, muessen wir noch kurz beim Spital vorbei, da Rosbert eine Woche zuvor auf der "Affeninsel" von ca. 20 Affen attackiert worden ist und einer ihn in die Schulter gebissen und Kratzspuren im Gesicht hinterlassen hat. Er muss also zur Nachimpfung gegen Tollwut...
Nun folgt eine wackelige Fahrt ueber staubige Pisten und staubige Berge. Kaum sind wir ueber den letzten Berg gefahren, aendert sich die Umgebung schlagartig und wir befinden uns im Nebelwald! Auf der kurvenreichen Strasse fahren wir hinunter. Auch hier ist die Piste recht abenteuerlich, es rumpelt und schuettelt, wir ueberqueren viele kleine Baeche und ploetzlich gibt es einen verdaechtigen Knall unter mir - der Reifen ist geplatzt! Amerigo der Fahrer und Ewer der Koch schicken uns zu Fuss weiter, damit uns Rosbert schon mal einige Pflanzen und Tiere zeigen kann und sie den Reifen wechseln koennen. Es dauert nicht lange und schon kommen sie wieder auf 4 Reifen angefahren. Nun faengt es an, in Stroehmen zu regnen. Auf dem Weg nach unten entdecken wir einen Wollaffen und rote Felshaehne die sich alle in den Baeumen tummeln. Wir uebernachten in einem kleinen Camp mit luftigen Bungalows, Ewer serviert uns ein feines Abendessen nachdem wir mit Rosbert einen Entdeckungsspaziergang im Dunkeln gemacht haben und mit einigen Spinnen uns sonstigen Gekreuch bekanntschaft gemacht haben. Am morgen brechen wir bei schoenstem Wetter auf und bekommen als Snack je ein Affenbrot, etwas was aussieht wie riesige Bohnenschoten, mit saftig-suessem Inhalt. Wir fahren noch etwa 2 Stunden durch den Berg-Urwald bis wir an den Fluss Madre de Dios kommen und unser Gepaeck sowie noch mehr Proviant auf ein langes Boot verfrachten. Stundenlang tuckert unser Boot durch den seichten Fluss, manoevriert von Agosto und Klaus (Peruaner haben manchmal echt witzige Namen...).
Am Abend richten wir uns wieder fuer eine Nacht in einem Camp ein. Nachdem wir mit Rosbert von unserem abendlichen Spaziergang zueruckgekommen sind, finden wir den Rest unseres Teams quasselnd im Kuechengebaeude vor. Es ist stockdunkel. Ich finde, es ist Zeit fuer einen kleinen Schabernack und wir verstecken uns hinter der Plattform eines unfertigen Bungalows, Basil faengt an, wie ein Affe herumzuposaunen! Zunaechst lachen die Maenner drinnen, doch als das Gerauesch sich wiederholt, verstummen sie ploetzlich und man hoert sie fluestern. Scheu schleichen sie nach draussen und kommen in unsere Richtung. Wir kichern. Ploetzlich kommt ein Stuhl durch das Bungalowgerippe geflogen und verfehlt Rosbert und mich um einige Centimeter! Wir brechen in Gelaechter aus ueber die Furcht der Maenner und sie fangen ebenfalls erleichtert an zu groehlen. Rosbert erzaehlt uns, dass vor allem der Koch zutiefst erschrocken gewesen ist, weil er geglaubt hat, dass eine verlorene Seele - ein Untoter - im Urwald ihr Unwesen treibt! Wir erfahren, dass die Lokale Bevoelkerung noch wie ihre Vorfahren stark mit der Natur verbunden ist und sie noch immer alte Rituale und Gebraueche praktizieren und an das glauben, woran man vor hunderten von Jahren geblaubt hat...
Am naechsten Morgen haetten wir eigentlich zwei Iren vom Flughafen in Boca Manu abholen sollen, doch ihr Flug wurde gestrichen also stossen sie (total uebermuedet) auf dem Fluss auf uns und wir fahren flussabwaerts weiter. Unterwegs bekommen wir noch einen zweiten Guide, Dustin. Nur mit ihm duerfen wir in dem abgeschotteten Teil des Nationalparks sein. Den ganzen Tag sind wir auf dem Boot auf dem Manu River und kommen erst in der Daemmerung im Camp an. Hier bleiben wir 3 Naechte. Jeden Tag machen wir Ausfluege in den Urwald, am Abend jeweils Nachtspazierganenge. Als erstes begegnen wir einer grossen Horde Wildschweine, welche grunzend und Zaehneklappernd den Urwaldboden durchpfluegt und direkt auf uns zu kommt! Dustin weiss, dass diese Gesellen gefahrlich werden koennen und dass wir auf einen bestimmten Baum klettern sollen, wenn sie uns angreifen sollten! Doch der junge Guide klopft mit einem grossen Stock gegen einen Stamm und ploetzlich ergreift die Horde quietschend die Flucht. Schwein gehabt!
Beim Ausflug zum See finden wir sogar die seltenen Riesenotter! Von Weitem beobachten wir sie beim Fischfang und wie sie es sich auf dem Schwemmholz gemuetlich machen und die Beute vertilgen. Nachdem die Otterfamilie sich verzogen hat, schwimmt ein schwarzer Kaiman gemuetlich an uns vorbei.
Am naechsten Morgen brechen wir frueh auf um wieder nach Boca Manu zu fahren und Susan und Ross zum kleinen Buschflughafen zu bringen. Diesmal findet der Flug statt! Aber da der Flieger so ausgebucht ist, kann Dustin nicht zurueck nach Cusco fliegen und kommt deshalb mit uns mit. Am naechsten Tag verlassen wir unser Camp noch bei Morgengrauen um zur Papageien-Lecke zu reisen. Hier spielt sich jeden morgen ein wahres Spektakel ab: verschiedene Arten von Papageien treffen sich hier um gemeinsam an den Mineralhaltigen roten Felsen am Flussufer zu knabbern und so ihre taegliche Nahrung zu ergaenzen. Wir beobachten sie von einer gedeckten Plattform aus. Die Farben der Voegel sind atemberaubend! Sie tummeln sich zu Hauf auf den Baeumen und an den Klippen und fliegen manchmal ploetzlich als gruenblau schillernde Wolken eine Runde um danach wieder in den Baumkronen Platz zu nehmen. Auch dutzende rote Aras sind versammelt.
Am spaeten Morgen machen wir uns auf den Weg nach Puerto Maldonado, welcher sich als ziemlich abenteuerlich entpuppt. Wir verabschieden uns von den Bootsleuten und packen den Koch hinten auf einen geheuerten Jeep. Ewer haelt sich erstaunlich gut auf diesen extrem holprigen Strassen, nimmt aber in Colorado, einem richtigem "El Dorado", den Bus nach Cusco. Schlussendlich kommen wir doch recht frueh in Puerto Maldonado an und essen zum Abschluss mit unseren beiden jungen Guides zu Abend. Der Flug nach Cusco am naechsten Vormittag ist problemlos und ohne Turbulenzen.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 17. September 2007 )
 
Zapatero PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Basil   
Montag, 10. September 2007
Die Naehte von Szandra's Wanderschuhen sind von den vielen kleinen Spaziergaengen geplatzt... und wir mussten  sie reparieren lassen. Trotz Sonntag konnten wir aber einen Jungen finden, der sich mit Leim und Naehten auskannte, welcher in so etwas aehnlichem wie einer Garage mit seinem Vater und seinen Bruedern alle Arten von Schuhen reparierte. Nach zehn Minuten hatte er Szandra's Schuhe repariert und verlangte daefuer 5 Soles (ca 2 Franken).
 
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